Axure 7 Tutorial zu Adapive Views

Video

Seit kurzem ist die lang ersehnte Version 7 von Axure als Betaversion erhältlich. Warum die Verzögerung? Die Macher von Axure hatten ein gutes Ohr an Ihren Kunden und haben die Anforderung “Responsive Web Design” (RWD) mit in die Entwicklung genommen. Die Kennzeichen von RWD sind fluide Grids, flexible Bilder und Mediaqueries. Nun, das ist bei der neuen Axure 7 Version nicht der Fall – hier wird das sogenannte “Adaptive Design” verwendet. Das bedeutet in erster Linie fixe Größen aber dennoch die Defintion von Breakpoints. Das sind die Pixelangaben eines Designs, wo der Browser automatisch in eine andere Darstellung wechselt. Wozu? Natürlich damit wichtige Informationen im sichtbaren Bereich bleiben.

Im Screencast zeige ich ein paar Basisschritte, welche den Einstieg in diese Feature ermöglichen sollen:

1. Aufbau & Vererbung
2. Breakpoints
3. Menü einfügen
4. Mit Bildern arbeiten

Grundlegend bin ich mit dem Release echt zufrieden. Die Feature haben mir in der Vergangenheit oft gefehlt und ich musste teilweise umständliche Workarounds machen. Nichts desto trotz ist der Einsatz der Adaptive Views nicht ohne Risiko: man kann den Aufbau ohne semantischen Bezug oder Vorgaben an das Nesting von Elementen machen.

Aber erinnern wir uns: Unser Job als IxD, UXer oder Konzepter ist es das User Interface in einen Zustand zu versetzen in dem man diese Beurteilen kann. Das leistet die neue Axure 7 Version ganz wunderbar. :-)

Um auf dem Laufenden zu bleiben sollte man sich im Forum von Axure umsehen. Viel Spaß beim Rumprobieren!

Podcast – Webdesign Trends 2013

AKW2_Baylys_Header

Neulich war ich zu Gast in der “Kreativwirtschaft” und hatte eine sehr nette Plauderstunde mit Kollegen aus der gleichnamigen Branche zu den Webdesign Trends, welche uns 2013 in Atem halten werden. Thematisch ging es Gastwirt Jan Jursa hat in seinem neuen Podcast (http://abendsinderkreativwirtschaft.de) nicht so sehr um Kaffeelesen und hellseherische Fähigkeiten, sondern eher um den Austausch im Geiste der Frage “was haltet ihr eigentlich davon?”. Thematisch haben wir uns quer durch die Themenwelten des Vertical Scrolling, Parallax Scrolling, ISO 9241 und BYOD (Bring Your Own Device) diskutiert. Und wenn ihr wissen wollt, was Cover Flow und Tomb Raider gemeinsam haben: hört mal rein ;-)

Podcastseite Abendsinderkreativwirtschaft oder auf iTunes abonnieren

Die weiteren Gäste waren: Diana Frank (@ffm_ux), Arno Bublitz (@abublitz) und Stephen Köver (@sk_ia).

Ich freu mich auf die nächste Folge!

MobXcon 2011 – Mobile UX at it’s best – Review

Es war die erste MobXcon – man kann nur hoffen das es weitere gibt! Das Motto “Mobile User Experience Design&Usability: Meet the Experts!” wurde in allem super von den Organisatoren (den Freunden der Informationsarchitektur) umgesetzt: die Liste der Speaker kam einem Who is Who der internationalen UX Szene gleich. Die Location war ein altes Theater (oder Kino?), das mit seiner Atmosphäre dem ganzen einen richten Festival-Charakter verlieh.

Die Vorträge waren alle samt auf hohem Niveau, das Programmkonzept war aber ohne den üblichen Fragen-Block am jeweiligen Ende – dafür waren die Pausen länger und man konnte mit den Rednern direkt ins Gespräch kommen. Meine persönlichen Highlights kann ich in zwei Kategorien unterteilen: die erste ist die Relevanz für das tägliche Arbeiten, die zweite für das berufliche Selbstverständnis. Hier meine Auswahl:

 

Peter Sikking (Founder & Principal, m+mi works, Germany)

Der Tag begann mit einem tollen insight zum Leben und wirken eines IA innhalb eines großen Konzerns. Beeindruckend für mich waren die Reflexionen über das erleben und die Entwicklung der eigenen Arbeit. Ja, alle wollen auf der Basis von Smartphones entwicklen, in der Realität gibt es heute und in Zukunft aber noch viele der “Alten” Devices. Man schaue nur Richtung Afrika oder Indien, dort entstehen auf Basis simpelster Mobilfunk-Technologien neue robuste und umsatzstarke Geschäftsmodelle, wie zum Beispiel ein Handy das zwei Simkarten verwalten kann.

Dan Saffer (Author, Co-Founder, Kicker Studio, USA)

Das Tolle speziell an internationalen Kongressen ist der Mix auch aus unterschiedlichen Präsentationsstilen. Der von Dan Saffer ist abgesehen von seiner rethorischen Brillianz sehr mitreißend amerikanisch. Er ging der Frage nach, ob ein Interaktionsdesign im Zeitalter der Apps wirklich noch den appelativen Charakter haben muß, den er noch vor ein paar Jahren selber konstatiert hatte. Vielmehr zog der nun die Schlussfolgerung, das bei neuen Anwendungen insbesondere die leichte Erlernbarkeit (Lernförderlichkeit) als neuer Faktor im Fokus für Designer steht.

Gabriel White (Founder & Principal, Small Surfaces, Uganda)

Sehr Inspirierend. Insbesondere sein Ansatz für die jeweiligen Touchpoints mit eigenen Personas zu arbeiten ist einfach aber plausibel. Dabei hat wie alles im Leben jedes Device, jede Nutzungssituation seine Stärken und Schwächen. Wie bei einem personal Trainer gehört jeder Touchpoint (mit jedem Device) in Form gebracht.

Josh Clark (Author, USA)

Eine Kick-ass Präsentation über mobile Mythen. Wer hat es nicht schon gehört: “Nein, das ist nur die mobile Seite, da brauchen wir nicht alle Inhalte. Unterwegs brauche ich das als User ja nicht!” Nach dem Vortrag von Josh waren im Saal sicher alle anderer Meinung. Ich auch. Garniert mit Pointen auf Jacob Nielsen und Stories über Verkäufe von Ferraries auf der mobilen Seite von Ebay (es werden 7 davon im Monat über diesen Weg verkauft) räumte er einen Mythos nach dem anderen weg. Übrig bleibt die Erkenntnis das eine mobile Website schlicht die größere Erwartungshaltung der User bedienen muss. Ich freue mich auf die Slides! :-)

Karen McGrane (Managing Partner, Bond Art+Science, USA)

Die Spezialistin für Content-Strategie war der gefühlte “Angry Bird” des Abends. Der Vortrag hätte auch heissen können “Don’t let the blobs win”. Im Kern stand dabei die Form der Speicherungsform des Contents und wie dieser über eine Content API zugänglich gemacht werden. Das dies ein Erfolgsfaktor ist zeigte sie eindrucksvoll an vielen Beispielen, wo nicht die spezielle Hochglanz iPad-Version den wirtschaftlichen erfolg bringt, sondern die Steigerung der Pageimpressions durch Contentsyndication. Durchgefallen ist dabei allerdings Amazon, die ihre mobilen Produktseiten offenbar mit sehr schlecht und nicht durchdachtem Content ausspielen.

Stephanie Rieger (Co-Founder and Principal, Yiibu, UK)

Der Vortragstil von Stephanie ist vor allem eins: sehr schnell. Aber: in Kombination mit ihren Slides schafft es eine sehr dichte Storyline, der sich gut folgen läßt. Unter dem Motto “Letting Go” ging es um eine Meta-Reflexion zur Entwicklung der “mobilen Information” insgesamt. Die kritische Masse im Markt ist überschritten, so das die vom User gewünschte Form der Anwendung oder Information sich quasi den Weg zum User bahnt und dadurch nicht mehr aufzuhalten ist.

Oliver Reichenstein (Founder & Principal, iA, Japan)

Es geht auch ohne Slides. Als Closing-Note hätte es gar nicht besser kommen können. Oliver Reichenstein lies uns an seiner Erkenntnisgenese über einen Biographischen Zugang teilhaben. Getragen von der disziplinarischen Verknüpfung von Philosophie und Design hat er seine grundlegende Vorgehensweise mit den Prinzipien im rhetorischen Kanon übereingebracht. den Rest muss man ein einfach gesehen/gehört haben. Ich jedenfalls habe die Kamera aus gemacht und zugehört. Hammer.

In jedem Fall: Die Party danach war der gelungene Abschluss! Danke an die Orga und Arbeitgeber Cybay für das Ticket! Ich freue mich auf’s nächste mal. Das wir schwer zu toppen! :-)

P.S. die anderen Vorträge waren auch sehr spannend, aber das in Teil2 wenn mehr Folien auf Slideshare sind ;-)

Content Strategy – Content ist kein Feature

Der spannende Vortrag von Jennifer Timrott (UX Freelancer) fand im Rahmen des
UX-Stammtisch der Regionalgruppe Hannover der UPA (Usability Professional Association, German Chapter) statt.

Bei fast allen Internetauftritten geht es um Content. Klingt ja auch logisch, zumal es selten darum geht, das ein Kunde eine tolle Struktur präsentieren möchte. Um so verwunderter ist man dann in der Projektrealität, wenn auf den Content im Projektplan eher wenig wert gelegt wird. Im Ergebnis gehen viele Seite nach einem Launch erstmal mit den alten Inhalten live. Der Fokus liegt dabei sehr oft auf der „Struktur“, wobei natürlich die richtige Bezeichnung wäre „Eine Struktur, welche die Inhalte zugänglich macht“. oder?

Slide 19 bringt es auf den Punkt; jeder Inhalt muss genau betrachtet werden:

  • Was ist die Aufgabe des Textes
  • Für wen ist der Text?
  • Was bringt der Text dem Nutzer?
  • Welches ist die beste Art darüber zu schreiben?

In dem Vortrag wurde wurde nun anschaulich, mit welchen Methoden man den Content einer Seite strategisch ausrichten kann.

Ein mir neuer Ansatz waren die „care-words“: man stelle sich einen Nutzer vor, der sich eine Notiz auf die Hand geschrieben hat, was er auf keinen Fall vergessen darf. Der Content muss darauf ausgerichtet sein, das der Nutzer den für Ihn relevanten auch findet. Wohlgemerkt: Nutzer suchen Inhalte, keine Feature :-)

Hier noch die Buch-Empfehlungen:

IA Konferenz 2010 – 14./15. Mai in Köln

IA Konferenz in Köln: 14 und 15 Mai


Unter dem Motto “Service. Design. Thinking.” geht die 4. Deutsche Konferenz für Informationsarchitektur an den Start.

Die IA Konferenz 2010 am 14. und 15. Mai 2010 (Freitag, Samstag) bietet einen Querschnitt aktueller Ideen, Methoden und Fallbeispiele aus der Praxis der Informationsarchitektur.

Das diesjährige Motto der IA Konferenz spielt dabei auf eine Herausforderung an, vor die sich auch Informationsarchitekten immer wieder aufs Neue gestellt sehen: im Spannungsfeld zwischen Nutzerwünschen, Auftraggeber-Interessen, Budgetgrenzen und technischen Beschränkungen Nutzwerte zu schaffen, die für den Nutzer wirklich einen Unterschied machen, die als Innovation wahrgenommen werden und so die Marke des Produkt/Service-Anbieters nachhaltig stärken.

Große Freude für mich: Ich bin mit einem Vortrag dabei :-)

SpongeBob läuft auf NICK und VIVA
Eine neue Informationsarchitektur für die MTV Networks Germany Presseseiten.
Marcel Zimmermann / Stephan Mezger
(Ponton-Lab, Hannover / MTV Networks Germany, Berlin)
Man darf gespannt sein auf interessante Vorträge, die den Stand der Dinge in Sachen Information Architecture zeigen. Zudem gibt es vorher ein Reihe von Workshops am Tag vorher.
Also: schnell die Tickets sichern! Early Bird ist noch bis 2. April 2010

UI-Stencils Schablone im praktischen Gebrauch

Die UI-Stencils bestehen aus aus einer Schablone aus Aluminium. Für Freunde der User Experience schon eine verlockende Sache: Man kann mit Papier arbeiten und trotzdem auf bewährte UI-Elemente zurückgreifen. Aber bringt das wirklich den Vorteil? Zugegeben: Das Mockup auf der Herstellerseite sieht klasse aus: es hat eine sehr kreative und gleichzeitig eine außerordentlich “stimmige” Anmutung. Woher kommt das? Da hilft nur ein Selbstversuch ;-)

Ich setze seit einigen Jahren auf Paper Prototypen und Sketch-boards. Bisher habe ich die Vorteile immer in folgenden Punkten gesehen:

  • Anforderungen an die Oberfläche können unabhängig von Software-Vorgaben skizziert werden
  • Der Skalierungsfaktor und damit einhergehend der Abstraktionsgrad der UI kann frei gewählt werden
  • Das Erstellen der Zeichnungen ist eine sehr haptische Offline-Erfahrung

Ausgehend vom letzten Punkt erschien mir auch folgendes bemerkenswert: Änderungen sind zwar Möglich (Radiergummi), werden aber nicht in dem Maße vorgenommen wie am Bildschirm. Ich meine aber an mir selber beobachtet zu haben, dass ich mit einer viel höheren Konzentration an diesen PapierScreens sitze, so in etwa als würde man einen Brief mit der Schreibmaschine schreiben.

Meine Meinung zur Handhabung der UI-Stencils:

  • Die Schablone ist recht stabil, sollte aber sorgsam gelagert werden damit sie nicht verknickt
  • Besonders gut finde ich die Pixelangaben, zudem ist ein drei- und vierspaltiges Grid eingestanzt
  • Am besten gefallen mir die Reiterformen und Button, diese lassen sich leicht handhaben
  • Etwas hakelig sind die Icons. Mißlicher Weise sind die Proportition der zweiteiligen Formen falsch: die äußere Form ist stets für die durchaus schicke innere Form (z.B. der Smiley)

Beim ersten Arbeiten mit der Schablone ist der Einsatz natürlich ungewohnt. Interessant ist aber, dass ein doch sehr exaktes Arbeiten notwendig ist. Durch die graden Formen entstehen schnell harte Linien, an denen auf Bündigkeit geachtet werden muss. Ich bin mal gespannt auf den nächsten Einsatz im “echten” Projekt. :-)

Schöner bloggen mit dem iPhone

Da ausprobieren von iPhone-Apps erste Bürgerpflicht ist, habe ich mir die App “BlogPress” für das iPhone angeschaut. Natürlich ist das Schreiben von langen Blog-Posts nicht so komfortabel oder zu empfehlen, dafür liegen aber andere Mobile-Szenarien auf der Hand:

  • Einen kurzen Post oder ein Hinweis auf andere Meldungen mit Zitat bloggen.
  • Ein Foto aufnehmen und kommentieren. Das zeigt sich erneut die Stärke der iPhone User Experience: durch die konsistente Oberfläche der Apps ist die Einarbeitungszeit miniaml.
  • Einen Beitrag mit wenigen ändern oder Ergänzen.

    Ein weiterer Vorteil der App ist noch die Unterstützung verschiedener APIs unter anderem auch Drupal. Dazu muss natürlich das Blog-Modul aktiviert sein ;-)


    —– Artikel wurde erstellt auf meinem iPhone

    Position:Odeonstraße,Hannover,Deutschland