EuroIA Summit 2009 Copenhagen – Tag 1

Der wichtigste europäische Kongress für Informationsarchitekten war echt super! Hier mein „Bericht“ 🙂

Es empfiehlt sich generell am Vorabend der Konferenz anzureisen. Wer es einrichten kann, sollte in jedem Fall auch die Pre-Cons (Workshops) mitnehmen. Mir war dies leider nicht vergönnt. Gegen 18:00h startete das Welcome Get-Together mit ein paar Drinks, welche freundlicherweise von den Firmen FatDUX und User Intelligence gesponsert wurden. Schon beim ersten Durchqueren des Raumes mit dänischer Kaltschale wurde klar, dass es eine „echte“ europäische Veranstaltung war! Ein netter Abend zum Netzwerken und kennen lernen der Gruppe.

Den Veranstaltern war es gelungen, viele Referenten mit cutting-Edge Themen zu gewinnen. Das Thema „Beyond Structure“ machte dies ja schon im Vorfeld klar. Als klare Zielgruppe die IA- und UX-Professionals zu wählen, war in sofern gut, als dass man fachlich anspruchsvolle Themen ohne Rücksicht auf Verluste führen konnte 😉

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EuroIA 2009 (September 25-26, Copenhagen)

EuroIA_09

Die EuroIA ist der Kongress für Informationsarchitekten. Die Liste der Themen und Referenten ist super spannend, ebenso wie das Motto:

This year we will explore the theme “Beyond Structure”. That’s because websites have moved to a new level. Any random page can be accessed from Google. Pages themselves may consist of information from many sources. And even the concept of a “page” is changing thanks to new backend technologies. In other words, we’ve moved beyond the traditional sitemap and into a new and exciting era of web development.

Ich werde auch hinfahren und freue mich schon auf gute Diskussionen! Also: schnell anmelden, solange nochwas frei ist!

http://www.euroia.org/

Hinweise via Jan vom TheHotStrudel:

Es gibt nun eine neue und überarbeitete Karte (Google Maps). Hier sind einige Punkte drauf, die euch hoffentlich beim Buchen und bei der Anreise helfen werden.

Womit startet man als User Experience Designer? Teil 1: Resources

Das Problem bei ganzheitlichen Disziplinen wie User Experience ist, dass der Einstieg für Neulinge recht schwer ist.

Gut: die Illusion das das Geschäft mit der „Einfachheit“ zwangsläufig auch selber einfach ist, sei hiermit klar widersprochen. Eher ist es wie mit allen Fachdisziplinen: es gibt Richtlinien, Erfahrungswerte, Best Practices und einen Kreis der „ersten Autorenreihe“ von denen alle anderen abschreiben. In der Tat ist es schwierig diese zu Beginn einer UX-Laufbahn zu identifizieren.

Eine sehr gute Zusammenstellund hat Whitney Hess veröffentlicht. Dies ergänzt um

UX BOOKS
UX BLOGS
UX PUBLICATIONS
LOCAL EVENTS
ORGANIZATIONS
MAILING LISTS
WEBINARS
WORKSHOPS
CONFERENCES
SCHOOLING
  • UX BOOKS
  • UX BLOGS
  • UX PUBLICATIONS
  • LOCAL EVENTS
  • ORGANIZATIONS
  • MAILING LISTS
  • WEBINARS
  • WORKSHOPS
  • CONFERENCES
  • SCHOOLING

Mir persönlich fehlen die Verweise auf die einschlägigen ISO-Normen (z.B. die 9241-110).

Toller Artikel, sehr lesenswert! ganzer Artikel bei Pleasure & Pain

DIY UX: Give Your Users an Upgrade (without calling in a pro)

Wie es in den Twittern so schön heisst: „this is a good one“. UX-Consultant aus Big Apple Whitney Hess hat einen neuen Vortrag ins Netz gestellt, der an dieser Stelle empfohlen sei. Sie zählt die ganz basalen Schritte zur UX einer Site auf, die ein Betreiber auch in Eigenregie durchführen kann bevor professionelle User Experience Consultans hinzugezogen werden sollten. Sie folgt der Methode des „Kaizen“, welches den kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Fokus hat. Im Kern zählt sie dazu die wichtigsten Maßnahmen der Betrachtung:

  • Web analytics What are our users actually doing?
  • Google Website Optimizer
  • Analyse Search Queries

und natürlich Wasser auf meine Mühlen:

Usability Testing Light Shows a build, a prototype, a comp, a sketch, whatever Doesn’t tell her what she’s supposed to be doing. Asks “What are your general feelings about this?” and then lets her talk“ – ‘It looks good’ is the worst feedback we can get.

Daumen hoch, unbedingt anschauen 🙂
(bzw. demnächst auch hören wie sie angekündigt hat)

Bing vs. Google: PixelPerfect copy or UX-Pattern?

Die neue Microsoft Suche „Bing“ ist ja in aller Munde. Grund genug mal einen Blick drauf zu werfen. Grundsätzlich kommt sie aufgeräumt daher und bietet bei den Multimedia-Results ein paar nette Feature, wie das Video-Preview. Das Auto-Load der Paging-Funktion hat mich zwar etwas irritiert aber nu ja, eine der Vorgaben war sicher auch es durch nette kleine Feature ordentlich krachen zu lassen. Im übrigen stehe ich dem ganzen M$-gequatsche recht emotionslos gegenüber, zumal auch google Konkurrenz nicht schadet 🙂

In der Tat aber bemerkenswert, dass die Screenaufteilung schon sehr verdächtig nach Google ausschaut. Das lohnt sich doch mal alles auf den OP-Tisch zu legen: für die Produktion von Webseiten nehmen wir das Plugin Pixel Perfect für Firefox. Damit lassen sich Screenshots/Grafiken als overlay zu einer Website  anzeigen. 

Das Ergebnis für einen Suchtreffer ist schon recht deutlich, die Transparenz ist bei 50%:

search_result_single

nun ja, ich würde mal sagen „PixelPerfect“ 😉

Die Frage sei erlaubt, was das wohl bedeutet. Sicher gibt es viele Studien die besagen das Suchergebnisse in einer bestimmten Form so aussehen sollten. Da ich ein schlechtes Gedächtnis habe, wollte ich den Screen mit der „alten“ msn-search abgleichen. Vergeblich: Bing ist im vollen Einsatz, die alte nicht (oder zumdest nicht ad-hoc) zu finden. Wie sieht es mit der globalen Oberflächenaufteilung aus? Auch hier: nicht nur die Proportionen, nein auch die logischen Gruppen (meiner Meinung nach der Kern eines guten UX-Patterns) sind sich ähnlich wie die Ikki-Twins:

google_bing_mash2

hier nochmal der Link zum Screen des Bing-Google-Mashup ohne Overlay. Nebenbei zeigt sich beim Overlay deutlich, dass SocialWeb-Einträge bei google deutlich höher liegen. Da Fragt man sich aber schon: wie weit dürfen sich solche Angebote ähneln, wo ist die Grenze vom Pattern zur Kopie eines Business? Achso: die Werbeplätze sind selbstverständlich auch an den selben Stellen 😉

 

Louis Rosenfeld: Marrying Web Analytics and User Experience

Eine basale Anforderung für jeden UX-Designer ist die Recherche zu den Bedürfnissen des Nutzers. Louis Rosenfeld gibt dazu Hinweise, wie man sich über die Statistiken der Website einen besseren Einblick über diese Bedürfnisse verschaft – insbesondere durch die Interpretation Suchbegriffe / als Fragen der User an die Site. 

Web Analytics really uncovers the what of a given context. The User-Centered Design methods we UXers rely upon explain that context’s why. Let’s say you’re operating an online store. If 43% of users fail to complete the account creation process, that’s what’s going on. Contextual observation might explain why they’re failing.

Genial!! Das zugehörige Buch ist schon auf dem Wunschzettel 😉

Jacob Nielsen kritisiert Twitter

Lesenswert ist das kurze aber aufschlussreiche Interview mit Jacob Nielsen, dem Altemeister der Usability:

If you care about productivity, don’t check your Twitter feed while you’re trying to get work done. Disruptions are deadly for productivity because it takes several minutes to reorient the brain every time you go off track looking at something else. Stick to checking updates once per day—for example, during lunch. All the tweets will still be there.

recht hat er. da mach ich doch glatt das tweetdeck aus.. 😉

http://www.usabilitynews.com/news/article5653.asp