Amazon startet den Windowshop.com

Kaum gehört bemühte ich Google mir den Link zu servieren. Gesucht hatte ich zunächst nach „Window Shopper“.  Da kommt natürlich der 50Cent Song „Window Shopper“. Da (in dem Song) geht es stark vereinfacht um extrem lässiges Einkaufen und ein cooles Lebensgefühl. Der Verdacht liegt nahe, dass man dazu auch über das nötige Kleingeld verfügen sollte… Aber halten wir uns nicht mit belanglosem auf 😉

Der neue Dienst von Amazon und der 50Cent-Song haben viel gemeinsam: Die Produkte werden in einer „Schaufenster“-Metapher gezeigt. Der User kann heranzoomen und bekommt sofort Details angezeigt. Da wir im Jahre 2008 leben, sind das gleich die Videos und Hörproben in hoher Qualität.

Etwas erstaunt war ich über die Navigation: alles geht über die Tastatur?! Ok, das Prinzip ist cool: einfach lässig in den Stuhl zurücklehnen und eine Hand auf der Tastatur belassen. Nix mit zielen und treffen von mikrobischen Interaktionselementen. Aus softwareergonomischer Sicht: Der Erregungszustand ist niedriger als beim Konsum von normalen Websites. Das könnte z.B. dazu führen das der Nutzer gegenüber dem Konsumartikel aufgeschlossener wird und die kaufbereitschaft steigt.

Hut ab: cool gemacht! check out:

http://windowshop.com

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Googles Android Plattform – UI walktrough

Den Google Browser „Chrome“ fand ich persönlich schonmal sehr gelungen. Um so gespannter darf man sein, was die neue Handyplattform bringt. Das Video gibt einen guten Einblick; zeigt aber auch deutlich wie schwer es ist, nach dem Release des Iphone noch mit guten Ideen zu punkten. Vorteil wird hier natürlich die wahnsinnige Vernetzung der google-Dienste sein. Da sträuben sich Datenschützern die Haare, das Potenzial von den Daten in den falschen Händen bietet Stoff für jede Menge paranoide Kinofilme…

Pageflip wird das E-Paper2.0 in Flash

Epaper in Flex

E-Paper in Flex

So ganz neu ist es ja nicht, kompliziert auch nicht. Dennoch: nach dem „Coverflow“, welches eher ein kleines Gimmik zur visuellen Navigation seinen Erfolg feierte, ist das „Pageflip“ eine Virtualisierung der Zeitungsmetapher mit echtem Businesspotenzial. Spannend dabei fand ich die deutsche Ausgabe www.vpaper.de. Über den illegalen Kollegen www.mygazine.com hatte ich schon berichtet. Beim Vpaper kommt das klassische Print-Abo Modell zu einer Renaissance.

Welche fantastischen Möglichkeiten für collaborative Anwendungen drin stecken haben mir aber erst einge Technikrecherchen gezeigt: Sound, Animationen, Video, Spiele.. na klar ist ja auch Flash. Wenns mal länger dauert, Dinge zu kapieren ist ja auch nicht schlimm. Endlich kann man die sprechende Zeitung von Harry Potter umsetzen! ;-).

Unter Mister-Wong oder Delicous sind mittlerweile gute Sammlungen entstanden. Unbedingt anschauen: Pageflip Flex Component.

Google Chrome installiert und kurz getestet

Na holla. Nach der problemlosen Installation steigt die Spannung was der neue Google Browser denn so alles kann. Ups – als erstes springt mir ein nicht ganz so schöner Bookmark ins Auge den ich vorher fein säuberlich in einem Ordner abgelegt hatte. Die letzten Bookmarks werden hier ganz praktisch gleich auf der ersten Seite angezeigt. Aber egal. Gelöscht werden diese mit der rechten Maustaste über das Kontextmenü der Bookmarks. Viel lustiger war der Knopf: Alle Lesezeichen öffnen. Dann gehen alle Bookmarks in je einem Tab auf. LOL. Ich schliesse den ersten Tab, um mangels Home-Button auf die Startseite zu kommen: und „plöpp“ schon schließt sich der gesamte Browser. Auch egal. Schließlich ist es Beta und Klugsch**n kann jeder.

Nun aber kommt es: war da nicht was mit der schnellen Engine für Javascript-Interpretation? Ich mache den Test mit Firefox2 im Vergleich. Ok, nun ist klar wozu der Browser gut ist: ER IST SUPERSCHNELL!!

Das bestätigen auch einschlägige IT-Foren:

Googles Browser kann sich also erheblich von der Konkurrenz absetzen. Nimmt man die finalen Versionen der Konkurrenz, ist der Unterschied noch deutlicher. Den SunSpider-Test kann Chrome fast 15-mal durchlaufen, bevor der Internet Explorer 7 den ersten Durchlauf vollendet hat. Opera braucht etwa dreimal so lange, Safari doppelt so lange und nur Firefox kann zumindest ansatzweise mithalten. Beim Dromaeo-Test braucht Chrome nur etwa ein Fünftel der Zeit, die andere Browser in ihrer Endversion benötigen. Eine Ausnahme bildet der Internet Explorer 8: Er braucht 18-mal länger als Googles Chrome.

(http://www.golem.de/0809/62163.html)

Meine nächste Ebayauktion mach ich in jedem Fall damit …

Die Rückkehr des ePapers auf mygazines.com

Die Frage stand ja schon länger im Raum: „Was tun mit den Printausgaben, wenn man alles im Netz findet?“. Einige Anläufe gab es schon in der Vergangenheit. Mich persönlich hat das nicht hinter dem Ofen hervorgelockt. Da schaue man sich nun ein Portal wie mygazines.com an. Offensichtlich illegal, wie der Newsdienst heise meldet.

Was bietet das Portal? Eine ordentliche Menge an sauber eingescannten Zeitschriften, die man auf einer in flash9 gehaltenen Oberfläche komfortabel durchblättern kann. Ich habe kritisch hingeschaut und finde rein gar nix zum meckern! 😉  Die Navigation ist intuitiv, die Inhalte können mit User Generated Content angereichert werden und über alle üblichen Schnittstellen mit dem Rest der Online-Welt geshared werden.

Das Portal füllt eine Lücke: Es ist sehr informativ, ohne dass ich lesen muss. In Sachen visueller Erfahrbarkeit von Texten ist Print nach wie vor besser als Online. Das hat so etwas von Wartezimmer beim Zahnarzt, wo ich auch ohne Scham zum Gossip-Schund greife. Die Frage sei erlaubt: Wer hat das Protal erstellt? Die Umsetzung hat einen Level, der nur von Profis gemacht worden sein kann. Oder: Das Portal ist ein Markttest, wo jemand seinem VC beweisen muss, das dieses hier ein super Business ist.

Reinschauen bevor der Stecker gezogen wird:

http://www.mygazines.com

Relaunch von heise.de

Schon erstaunlich: da ist man eine Woche im Urlaub und denkt sich „Was soll da schon Großes passieren?“. Großes passiert ist auch nicht bei heise.de die ihrer Seite ein neues Gesicht gegeben haben. Neu kann hier als weicher Begriff gesehen werden, da sich der Heise-Verlag offenbar entschieden hat, dem Mainstream der Online Zeitungen à la Spiegel und Bildzeitung zu folgen.

Gemeint ist hier die zweispaltige Oberflächenaufteilung, die dem Content zu einer sehr starken Geltung verhilft. Durch die zentrierte Darstellung der Seite liegt heise.de in Punkto Lesbarkeit auch vor den anderen Seiten. Durch den linken Rand ergibt sich ein „Kipp-Effekt“ der den Fokus auf die Inhalte stützt. Beim Spiegel hat man hier eher das Bedürfnis noch etwas nach links scrollen zu wollen 😉

Mit weiteren Änderungen wurde sehr behutsam umgegangen. Die neue Breadcrumb Leiste ist unaufdringlich. Mein persönliches Nutzerverhalten auf heise.de ist ohnehin die des News-Lesers, von daher brauche ich solche Mechanismen eher nicht, schaden tut es aber auch nicht. Abgesehen davon ist die Optik im Jahr 2008 angekommen 🙂

http://www.heise.de